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ESIEE - 1997


Die Zuvielisation


OBERLE Vincent


Heute ist man unwohl mit Informationtechnik und moderne Kommunikationswege - die Netze. Die Generation, die an den Schaltstellen sitzt, versteht nichts in Computer. Im Gegenteil wissen die Jungen viel mehr. So hat man eine ungewöhnliche Situation : die Macht ist bei den Mächtigen, aber das Wissen gehört dem Volk. Das könnte einen Demokratisierungsprozess sein.

Aber die Technologie wird nicht allein komplexer. Alles wird komplexer, weil wir in eine Informationsgesellschaft führen. Dafür haben wir zwei Instrumente : der Computer und das Netz.

Aber vielleicht zuviel Information tötet Information. Alte und neue Medien desorientieren uns. Man braucht eine Kulturtechnick, um zu lernen, jene Dinge die richtige Wichtigkeit zu geben.


Man darf die Informationen nicht nur konsumieren, aber man muß sie selbst in Beziehung setzen und sie so in Wissen zu bringen. Die Schule und die neue Mediencafé sollten helfen, diese Veränderung fertig zu bringen. Bisher sind wir noch nur auf dem technologischem Weg, dem Weg von der "Information auf Knopfdruck".

Vielleicht würden wir das Paradies auf Erden bekommen, wenn wir alles Wissen der Welt in einer Maschine unterzubringen könnten, in einen gemeinschaftlicher Wissenspool. Aber solche Vorstellungen sind gefährlich : die Datenautobahnen könnten sich in Hitler Autobahnen verändern. Technische und moralle Fortschritte gehen immer miteinander. Trotzdem präferiert die Politik die Netze, die nicht so demokratisch sind und mehr Gewinn bringen.


Das Online-Universum bringt ein Mehr an Mitsprache, andererseits verlieren wir von unsere Privatsphäre. Darüber sind zwei Szenarien denkbar.

Die Menschen würden Pseudo-Individuen und vereinsammlich. Die Welt würde in einer Massengesellschaft mit zwei Klasse verändern : eine Info-Elite und ein Unterhaltungsproletariat.

Oder wurden die Kompetenz der Gemeinschaft gegenüber dem Staat stärker. Das Netz würde neue Freundschaften verursachen.


Die Online Welt kann nicht asymmetrisch sein mit vielem Datenaustausch und wenigen Antwortmöglichkeiten. Eine Qualität des Netzes sollte Interaktion sein, mit einem umfassenden Dialog.

Das Netz ist wie einen Ökosystem, mit einen Vielzahl von Individuen. Und es ist schlecht, wenn es nur eine Sichtweise gibt, wie es in den derzeitigen Medien gibt. Der Netz würde sicher anders aussehen, wenn die Frauen neue Vorstellungen darin werfen würden.