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A R T I C L E S
ESIEE - 1997 |
Allein der Markt regiert OBERLE Vincent |
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Für die Welt ist heute Kapitalismus ohne Grenzen der Alltag. Die Konzerne sind überall : sie exportieren nicht nur, aber sie produzieren auch in allen Ländern. Die große Unternehmen denken nicht mehr national, aber global. Dieses "neues multinationales Zeitalter" bringt Gefahren, aber auch Chancen für die Menschen. Nämlich wächst jetzt die Welt zusammen. Die globale Wirtschaft macht von der Welt einen grenzenlosen Shoppingzentrum. Überall regiert allein der Markt. So kommt auch einen neuen Kampf um Lohn und Arbeit. Die Regierungen, die national denken, verlieren ihre Macht im Vergleich zu den Konzernen, die weltweit planen. Die Arbeitsplätze und das Geld gehen in den Entwicklungsländern, die mehr und billiger produzieren. Die Globalisierung nimmt Millionen Menschen ihre Arbeit, und Europa bekommt Angst. Es gibt auch eine ganz andere Sicht. Globalisierung soll mehr Prosperität für alle bringen. Der Wohlstand der Industrienationen nimmt zu. Man wird sich die Arbeit teilen : die Länder, die Geld haben, sollen sich auf kapitalträchtige Produkte spezializieren, und andere auf Produkte, die Arbeitskräfte nützen. Auf diesem Weg sind wir schon. Die Multis, dank das Abfall den Zollsatzen, kaufen, fusionieren immer schneller und kennen keine Grenze mehr. Mehere Konzerne haben gar keine Heimat mehr. Die Zukunftsbranchen brauchen keine Bodenschätze mehr und können überall Kapital aufnehmen. So bezahlen sie die Steuern wo sie wollen, zum Schaden vom Deutschland wie dadurch sein soziales Netz finanziert. In diese neue Weltkultur verlieren die Menschen ihre Rolle, weil man überall das selben haben kann. Umgekehrt sichert die Globalisierung auch vielleicht Arbeitsplätze, aber die Firmen gehen zum Beispiel nicht ins Deutschland. Sie investieren lieber in Großbritannien wo die Löhne teilweise niedriger als in Südkorea sind. Dennoch suchen die Unternehmen nicht nur billige Arbeitskräfte im Ausland, aber sie wollen auch neue Kunden gewinnen oder Handelsbarrieren überwinden. Alle Konzerne, und deshalb Arbeitsplätze, sind auch von Großinvestoren abhängig. Leider entfernen sich die Finanzmärkte von der realen Welt. Tatsächlich sind es nur Wetten auf die Zukunft. Andererseits brauchen die Staaten Kapital um ihre Shuldenlast zu finanzieren. Die Regierungen sind ganz machtlos wenn die Konzernen Subventionen verlangen, und bedrohen sonst ins Nachbarland zu gehen. Der freie Welthandel verschlingt die Gesellschaft. Sogar die Krankenkassen und die Rentenversicherungen gehen schlecht in den Industrieländern. Die Länder, die von diese Situation profitieren werden, sind diese, die die Branchen der Zukunft haben. Forscher und Ingenieure sind die Elite von morgen. Aber eine andere neue Klasse der "working poor" entsteht auch. Diese Menschen, die aus der ungelernte Arbeitskräfte sind, haben Arbeit, aber verdienen kaum mehr als in der Dritten Welt. Aber endlich sollte Deutschland nicht nur sparen, und auch in die Zukunft investieren. Sonst werden sie schleichend untergehen wie das alte Rom. |